Erkenntnisse über die Regulation des Zellzyklus sowie die Entstehung genomischer Instabilität sind von großer Bedeutung für das Verständnis bösartigen Tumorwachstums sowie für die Entwicklung neuer Therapien für diese Erkrankungen. Zellen setzen überwiegend auf postranslationale Protein-Modifikationen, um das Zusammenspiel von DNA-Schaden Signalwegen mit Zellzyklus Kontrollpunkten, DNA Reparatur und dem programmierten Zelltod zu koordinieren. Während hierbei Protein-Phosphorylierung ein bereits etablierter Vorgang ist, zeichnet sich erst in letzter Zeit eine wichtige Rolle der Protein-Ubiquitylierung für diese zellulären Vorgänge ab. Zwei Klassen von Ubiquitin-Ligasen sind dabei von besonderer Bedeutung: Der "Anaphase Promoting Complex/Cyclosome", APC/C, sowie die "Skp1-Cullin-F-box"-Komplexe, SCF. In der vorliegenden Arbeit werden Ergebnisse vorgestellt, welche die Funktion von drei SCF Komplexen (SCFNIPA, SCFFbxl3, SCFβTrCP) sowie des APC/CCdh1 beschreiben. Dabei konnten relevante Substrate dieser Ligasen identifiziert werden und dadurch deren Funktion in der Zellzykluskontrolle und DNA-Schaden Antwort (SCFNIPA, APCCdh1), der Apoptoseregulation (SCFβTrCP) sowie der Kontrolle des zirkadianen Rhythmus und dessen Verbindung zum Zellzyklus (SCFFbxl3) beschrieben werden. Die beschriebenen molekularen Mechanismen identifizieren zudem relevante neue Zielstrukturen für die molekulare Therapie von Tumorerkrankungen.
Sprache:
de
Institution:
Fakultät für Medizin
Autor:
Bassermann, Florian Christoph
Originaltitel:
SCF und APC/C Ubiquitin-Ligasen als Steuerelemente der Zellzykluskontrolle und der DNA-Schaden Antwort