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Voit, August von


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Biographie

Die Sammlung August von Voit des Architekturmuseums der TUM

August von Voit (1801-1870), Sohn des preußischen Kreisbaukondukteurs Johann Michael Voit (1771-1846) wurde in Wassertrüdingen (Landkreis Ansbach) geboren. Seine Kindheit verbrachte er in Ansbach, Ulm, Eichstätt und Augsburg. Schon in der Schulzeit fiel seine Begabung für Zeichnen und Mathematik auf. Nach dem Abitur 1820 studierte Voit Naturwissenschaften und Philosophie an den Universitäten Landshut und Würzburg uns schloss 1822/23 ein Architekturstudium an der Akademie der Bildenden Künste bei Friedrich von Gärtner (1791-1847) in München an. Anschließend begab sich Voit auf eine Studienreise nach Italien und kehrte über Paris 1825 nach Augsburg zurück, wo er zunächst als Baueleve (Schüler) seines Vaters in der Bauinspektion tätig war.

1832 berief König Ludwig I. (1825-1848) den jungen Architekten als Zivilbauinspektor des Rheinkreises in Speyer. In seiner Amtszeit bis 1841 errichtete dieser zahlreiche Kirchen und Synagogen. Als sein Lehrer, Friedrich von Gärtner, 1841 an der Akademie der Bildenden Künste das Direktorat übernahm, bekam Voit die Professur an der Bauschule, die er weitgehend „im Sinne der gärtnerschen Richtung“ fortsetzte.

Einen ersten großen Bauauftrag erhielt Voit 1846 mit der Neuen Pinakothek. Berühmt wurde er nach seiner Akademiezeit mit dem Bau des Münchner Glaspalastes 1853/54 und den Gewächshäusern im Botanischen Garten 1859-1869. Als Gärtner 1847 starb, war Voit als Oberbaurat an die Oberste Baubehörde versetzt worden. Das von ihm geplante Schloss in Feldafing am Starnberger See wurde kurz nach Baubeginn eingestellt, da Maximilian II. Joseph (1848-1864) starb. Voit erhielt zahlreiche Ehrungen, darunter den Verdienstorden der Bayerischen Krone, verbunden mit dem nicht vererbbaren Adelsprädikat, und den Maximiliansorden für Wissenschaft und Kunst.

Die Zeichnungen August von Voits – 1.307 Blatt – übergab der Münchner Architekten- und Ingenieurverein nach dessen Tod der Architektursammlung der Technischen Hochschule. Sie sind von unschätzbarem Wert, da sie einige der bedeutendsten von Architekten im 19. Jahrhundert entworfenen Ingenieurbauten dokumentieren.

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