Artikel 4 und 5 der Bauernschaft beziehen sich auf Konflikte zwischen den obrigkeitlichen und bäuerlichen Interessen. Dieses Nutzungsinteressen spielen bei den, in der Forstgeschichte üblichen Einteilungen nach Form des Eigentums, Waldnutzungsart (Landwirtschaftliche Nutzungen, örtliche Brenn- und Nutzholzversorgung, kleingewerbliche Nutzungen, protoindustrielle Nutzungen, Jagd) bzw. Erscheinungs- bzw. Bewirtschaftungsformen (Hoch-, Mittel- Niederwald) nur eine untergeordnete Rolle. In der neueren forstgeschichtlichen Literatur werden nun dieses Nutzungsinteressen z.B. mit den Begriffen ländlicher Versorgungswald (bzw. landwirtschaftlicher Nährwald) vs. obrigkeitlicher Holzproduktionswald oder Holzproduktionswald vs. Landwirtschaftswald vs. Jagdwald in Verbindung gebracht.
Diese neueren Einteilungen werden der Vielfalt der geschichtlichen Ausprägungen nicht gerecht. Der Beitrag versucht hierzu eine Synthese, indem er betrachtet,
- wie stark ländliche, städtische und obrigkeitliche Nutzungsinteressen die unterschiedlichen Waldnutzungsarten gewichten und
- welche typischen Bewirtschaftungsformen sich daraus ergeben
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Artikel 4 und 5 der Bauernschaft beziehen sich auf Konflikte zwischen den obrigkeitlichen und bäuerlichen Interessen. Dieses Nutzungsinteressen spielen bei den, in der Forstgeschichte üblichen Einteilungen nach Form des Eigentums, Waldnutzungsart (Landwirtschaftliche Nutzungen, örtliche Brenn- und Nutzholzversorgung, kleingewerbliche Nutzungen, protoindustrielle Nutzungen, Jagd) bzw. Erscheinungs- bzw. Bewirtschaftungsformen (Hoch-, Mittel- Niederwald) nur eine untergeordnete Rolle. In der neuer...
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