Im ersten Teil der vorliegenden Arbeit wird nach einem kurzen geschichtlichen Exkurs, das momentane Angebot an Mähdreschern unter Beachtung der verschiedenen Techniken beschrieben. Neben den konventionellen Mähdreschern werden die technischen Grundmerkmale von schüttlerlosen, Hang- sowie Anbau- und gezogenen Mähdreschern dargestellt.
Um das Mähdrescherangebot hinsichtlich der Kapitalbedarfsermittlung transparent zu machen, wurde es in vier, durch die Bauart bedingte, Gruppen eingeteilt. Der Anteil konventionell arbeitender Maschinen beläuft sich auf 82 v.H. des Gesamtangebotes. Die in den letzten Jahren neu auf dem Markt erschienenen schüttlerlosen Maschinen nehmen immerhin schon 10,5 v.H. des Gesamtangebotes ein. Der Angebotsanteil von speziellen Hangmähdreschern beträgt 3 v.H., während gezogene und Anbaumähdrescher nur noch mit einem Anteil von 4,5 v.H. partizipieren. Aus dieser letzten Tatsache wird deutlich, wie stark sich der Selbstfahrer auf dem Markt durchgesetzt hat.
Weiterhin wurden die verschiedenen Mähdrescher einzelnen Leistungsklassen zugeordnet, um zu allgemein gültigen Aussagen zu gelangen und um eine Marktübersicht herzustellen.
Da der Restwert einer Maschine bei der Gesamtkostenkalkulation eine gewichtige Rolle spielt, wurde im vierten Kapitel der Arbeit der Versuch unternommen, durchschnittliche Restwerte zu ermitteln, welche auf jeden Mähdrescher angewendet werden können.
Der fünfte Abschnitt beschäftigt sich mit den Kosten, welche durch den Kauf und die Benutzung eines Mähdreschers entstehen. Neben Abschreibungen, Zinsanspruch, Betriebsstoff- I Unterbringungs- und Versicherungskosten wurde besonders auf die Reparaturkosten eingegangen. Gerade in diesem Bereich herrscht eine große Unsicherheit bezüglich der entstehenden Kosten im Rahmen der Vorkalkulation.
Wie sich bei der Gesamtkostenkalkulation von Mähdreschern zeigt, nehmen die Reparaturkosten an der Abschreibungsschwelle einen Anteil von 28 v.H. der Gesamtkosten in Anspruch. Damit stehen sie an zweiter Stelle hinter den Kapitalkosten, welche mit einem Anteil von 60 v.H. aufwarten. Neben diesen zwei großen Posten nehmen Betriebsstoff- sowie Unterhalts- und Versicherungskosten eine untergeordnete Position ein.
Im letzten Kapitel (Kosteneinsparungen) wird bemerkt, wie wichtig es sei, die "richtige" Maschine zu wählen, um die Gesamtkosten pro Jahr oder ha möglichst niedrig zu halten. Durch die in dieser Arbeit ermittelten Werte ist es möglich, die Gesamtkosten im Rahmen einer Vorkalkulation zu berechnen. Der Käufer eines Mähdreschers kann sich somit ein Bild davon machen, welche Kosten auf ihn zukommen, wenn er sich für eine bestimmte Maschine entscheiden soll. Er kann ausrechnen, wieviel teurer es ist, einen leistungsstärkeren Mähdrescher zu kaufen, um z. B. das Risiko einer verzögerten Ernte, bedingt durch eine kleinere Maschine, herabzusetzen. Unter demselben Gesichtspunkt können Überlegungen zu höheren oder niedrigeren Trocknungskosten, Transportkosten, Lohnkosten, Bodenbearbeitungskosten usw. angestellt werden.
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Im ersten Teil der vorliegenden Arbeit wird nach einem kurzen geschichtlichen Exkurs, das momentane Angebot an Mähdreschern unter Beachtung der verschiedenen Techniken beschrieben. Neben den konventionellen Mähdreschern werden die technischen Grundmerkmale von schüttlerlosen, Hang- sowie Anbau- und gezogenen Mähdreschern dargestellt.
Um das Mähdrescherangebot hinsichtlich der Kapitalbedarfsermittlung transparent zu machen, wurde es in vier, durch die Bauart bedingte, Gruppen eingeteilt. Der Ant...
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