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Originaltitel:
Knowledge hiding in organizations: A multilevel analysis of antecedents and consequences 
Übersetzter Titel:
Knowledge Hiding in Organisationen: Eine Multi-Level-Analyse von Ursachen und Konsequenzen 
Jahr:
2017 
Dokumenttyp:
Dissertation 
Institution:
Fakultät für Wirtschaftswissenschaften 
Betreuer:
Peus, Claudia (Prof. Dr.) 
Gutachter:
Peus, Claudia (Prof. Dr.); Breugst, Nicola (Prof. Dr.) 
Sprache:
en 
Fachgebiet:
WIR Wirtschaftswissenschaften 
Stichworte:
knowledge hiding 
Übersetzte Stichworte:
knowledge hiding 
TU-Systematik:
WIR 700d 
Kurzfassung:
This dissertation analyses knowledge hiding behavior in organizations. The dark side of knowledge transfer has attained growing interest over the last years. Researchers have argued that knowledge hiding is a complex construct and distinct from knowledge sharing or knowledge hoarding and that current empirical constructs only represent a part of the behaviors individuals may show by intentionally withholding requested information from colleagues (Connelly, Zweig, Webster, & Trougakos, 2012). Since research on knowledge hiding has strongly focused on the interdependencies of the perpetrator and the target driven by distrust and reciprocal behavior so far (Černe, Nerstad, Dysvik, & Škerlavaj, 2014; Connelly et al., 2012), this thesis aimed at examining other potential reasons and the consequences of knowledge hiding for individuals and the organization. For this purpose, the present thesis employed a qualitative approach based on a five-study design. In Chapter 2.1, I used qualitative interviews to uncover participants’ construal of knowledge hiding, which seemed most appropriate for exploratory theory building (Glaser & Strauss, 1965). More specifically, I investigated why individuals withhold knowledge from their co-workers. In Chapter 2.2, empirical data has been collected from professionals participating in a voluntary online survey upon which I elaborated theory and established a multi-level model for the reasons of knowledge hiding. This model is based on theory from different disciplines to provide a holistic view on the mechanisms of knowledge hiding and allows deriving implications on how to facilitate knowledge exchange. Chapter 3.1 uses detailed descriptions of knowledge hiding incidents from the target’s perspective to demonstrate that there are more than the established consequences of knowledge hiding in organizations. In Chapter 3.2, empirical data has been collected by means of qualitative interviews and from professionals participating in a voluntary online panel to achieve a deeper understanding of third-party reactions in terms of knowledge hiding behavior. Finally, Chapter 4 concludes this thesis by summarizing the main contributions of this research and offering avenues for future research. In creating a substantial new understanding of why employees engage in knowledge hiding and what consequences arise from this behavior, my findings directly contribute to the body of knowledge in terms of management science, organizational behavior and knowledge management. Specifically, this thesis identified constructs and theories related to the literature on knowledge hiding and connected the disparate pieces of the knowledge hiding puzzle. 
Übersetzte Kurzfassung:
Die vorliegende Dissertation untersucht “Knowledge Hiding Behavior” in Organisationen. Die Erforschung der dunklen Seite des Wissenstransfers hat in letzten Jahren ein steigendes Interesse erfahren. In diesem Kontext wurde in der Forschung argumentiert, dass Knowledge Hiding ein komplexes Konstrukt ist, das sich von Knowledge Sharing oder Knowledge Hoarding unterscheidet. Ebenso repräsentieren die bestehenden empirischen Konstrukte nur einen Teil der Verhaltensweisen, die Individuen beim bewussten Zurückhalten von Informationen vor Kollegen zeigen (Connelly, Zweig, Webster, & Trougakos, 2012). Die bisherige Forschung im Bereich Knowledge Hiding, hat sich stark auf die Wechselwirkungen zwischen „Täter” und „Opfer“ fokussiert, die vor allem durch Misstrauen und reziprokem Verhalten beeinflusst werden (Černe, Nerstad, Dysvik, & Škerlavaj, 2014; Connelly et al., 2012). Aus diesem Grund ist das Ziel dieser Dissertation andere potenzielle Gründe, aber auch die durch Knowledge Hiding verursachten Konsequenzen für Individuen und Organisationen zu untersuchen. Um diesem Anspruch gerecht zu werden, wurde in dieser Dissertation ein qualitativer Ansatz basierend auf fünf unterschiedlichen Studien gewählt. Im Kapitel 2.1 wurden qualitative Interviews durchgeführt, da diese Vorgehensweise besonders gut geeignet ist, um durch explorative Theoriebildung die wesentlichen Merkmale von Knowledge Hiding Behavior zu identifizieren (Glaser & Strauss, 1965). Im Speziellen wurde dieses Kapitel von der Forschungsfrage geleitet, warum Individuen ihr Wissen vor Kollegen bewusst zurückhalten. Im Kapitel 2.2 wurden empirische Daten durch eine Onlinestudie erhoben, auf Basis derer die bestehende Theorie weiterentwickelt und ein Multi-Level-Modell für die Ursachen von Knowledge Hiding entwickelt wurde. Dieses Modell basiert auf Theorien aus unterschiedlichen Fachdisziplinen und erzeugt ein ganzheitliches Verständnis über die dem Konstrukt Knowledge Hiding zugrundeliegenden Mechanismen. Dadurch wird eine konkrete Maßnahmenableitung zur Befähigung des Wissenstransfers in Organisationen ermöglicht. Im Kapitel 3.1 wurden detaillierte Beschreibungen von Knowledge Hiding Incidents aus der „Opferperspektive“ untersucht, um zu zeigen, dass weit mehr als die bisher in der Literatur bekannten Konsequenzen existieren. Im Kapitel 3.2 wurden Daten aus qualitativen Interviews und Daten aus einer Onlineumfrage unter Berufstätigen ausgewertet, um ein tieferes Verständnis über die Reaktionen Dritter in Bezug auf Knowledge Hiding Behavior zu erhalten. Im Kapitel 4 wurden die wesentlichen Erkenntnisse zusammengefasst und vielversprechende Ansätze für die zukünftige Forschung aufgezeigt. Die Ergebnisse dieser Dissertation erzeugen ein grundlegend neues Verständnis darüber, warum Individuen bewusst Wissen zurückhalten und welche Konsequenzen diese Verhaltensweisen zur Folge haben. Dadurch erweitern die Ergebnisse der vorliegenden Dissertation die Literatur im Bereich Wissensmanagement substantiell und verbinden diese direkt mit der Literatur in den Bereichen Management Science und Organizational Behavior. 
Mündliche Prüfung:
26.07.2017 
Dateigröße:
1412571 bytes 
Seiten:
119 
Letzte Änderung:
07.09.2017