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Originaltitel:
Neuroplastizität bei frühen Hirnläsionen - Neuromodulation durch funktionelle Therapie 
Jahr:
2014 
Dokumenttyp:
Habilitation 
Institution:
Fakultät für Medizin 
Sprache:
de 
Fachgebiet:
MED Medizin 
Kurzfassung:
Bei Patienten mit prä- und perinatal erworbenen einseitigen Hirnläsionen wurden (1.) Mechanismen kortikospinaler (Re-)organisation und (2.) unterschiedliche Muster therapieinduzierter kortikaler Neuroplastizität ("Neuromodulation") charakterisiert. Dazu wurde bei Patientengruppen mit unterschiedlichen Läsionsmustern ((A) perinatal erworbene Infarkte der A. cerebri media (kortikale Läsionen), (B) pränatal erworbene periventrikuläre Läsionen (subkortikale Läsionen)) eine komplementäre Methodik angewendet: strukturelle/funktionelle Magnetresonanztomographie ((f)MRT) inkl. Lesion-Symptom-Mapping, transkranielle Magnetstimulation (TMS), Magnetoenzephalographie (MEG). Die Ergebnisse zeigen, dass sich nach frühen einseitigen Hirnläsionen die kortikospinale (Re-)organisation des motorischen und somatosensorischen Netzwerks wesentlich unterscheiden kann. Im Gegensatz zu einer möglichen interhemisphäriellen (Re-)organisation des motorischen Netzwerks (M1 und Basalganglien) mit Übernahme von Funktionen durch die nicht geschädigte Hemisphäre gilt für den primär somatosensorischen Kortex (S1) das Prinzip einer frühen Determination ohne bedeutende inter- bzw. intrahemisphärielle (Re-)organisation. Für die Patientengruppen mit unterschiedlichen Läsionsmustern (A, B) wurde ein unterschiedliches klinisches Ansprechen auf funtionelle Physiotherapie nachgewiesen. Eine Erklärung dafür bieten divergierende Muster therapieinduzierter kortikaler Plastizität in Abhängigkeit vom kortikospinalen (Re-)organisationstyp. 
Mündliche Prüfung:
07.05.2014 
Letzte Änderung:
09.04.2015