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Originaltitel:
Rückstandsanalytische Untersuchungen für eine aktualisierte Bewertung des Einsatzes hormonal wirksamer Leistungsförderer in der Tiermast 
Übersetzter Titel:
Residue analyses for an updated evaluation of the application of hormonal growth promoters in animal fattening 
Jahr:
2001 
Dokumenttyp:
Dissertation 
Institution:
Fakultät Wissenschaftszentrum Weihenstephan 
Betreuer:
Meyer, H. H. D. (Univ.-Prof. Dr. rer. nat. Dr. agr. habil.); Daxenberger, A. (Dr. rer. nat.) 
Gutachter:
Meyer, H. H. D. (Univ.-Prof. Dr. rer. nat. Dr. agr. habil.); Engel, K.-H. (Univ.-Prof. Dr. rer. nat.) 
Format:
Text 
Sprache:
de 
Fachgebiet:
LAN Landbauwissenschaft; CHE Chemie; UMW Umweltschutz und Gesundheitsingenieurwesen 
Stichworte:
Hormonal wirksame Masthilfsmittel; HPLC-ELISA; Implantationspräparate; Melengestrolacetat; Östradiol; Plazentatransfer; Progesteron; Rückstandsanalytik; Testosteron; Trenbolon; Zeranol 
Übersetzte Stichworte:
estradiol; hormonal growth promoters; HPLC-ELISA; implant preparations; melengestrol acetate; placental transfer; progesterone; residue analysis; testosterone; trenbolone; zeranol 
Schlagworte (SWD):
Mast Hormon Rückstandsanalyse 
TU-Systematik:
LAN 640d; CHE 205d; UMW 151d 
Kurzfassung:
Bei der Anwendung hormonal wirksamer Leistungsförderer in der Tiermast in Form von Implantationspräparaten ist die Einhaltung der " Guten Veterinärpraxis" unabdingbar. Gelangen Implantationsstellen in die Nahrungskette, können ganze Chargen von Fleischprodukten kontaminiert werden. Das höchste Gefährdungspotential geht dabei von Trenbolonacetatpräparaten aus, gefolgt von Östradiol bzw. Östradiolbenzoat, Testosteronpropionat und Progesteron. Eine Evaluierung von Zeranol war diesbezüglich im Rahmen der vorliegenden Untersuchung nicht möglich. Bei Mehrfachdosierung können in peripheren Geweben weder nach Behandlung mit Zeranol noch mit Testosteronpropionat unzulässig hohe Rückstände detektiert werden. Missbräuchliche Anwendung von Trenbolonacetat und Östradiolbenzoat hingegen kann zur Verletzung erlaubter Toleranzgrenzen führen. Eine Überschreitung des MRL für Leber wurde in einem von zwei Tieren nach Applikation von 600 mg und bei zwei Tieren nach Applikation von 2000 mg Trenbolonacetat festgestellt. Die U. S.-Östradiolgrenzwerte wurden in Leber und in Niere schon nach dreifacher Dosis von Synovex-H® überschritten. Die Behandlung von Kälbern mit Synovex-H® und Synovex Plus® führte zu ähnlichen Rückstandsniveaus wie nach Behandlung von Färsen mit Synovex-H® bzw. Finaplix-H®. Mögliche Auswirkungen von Rückständen hormonaler Leistungsförderer in der Nahrung müssen stets im Zusammenhang mit der Gesamtbelastung durch " endocrine disruptors" gesehen werden. Besonderes Augenmerk gilt dabei möglichen irreversiblen Effekten auf die pränatale und präpubertäre Entwicklung. Der plazentale Transfer von Trenbolon, Zeranol und Melengestrolacetat konnte beim Kaninchen anhand von Rückstandsuntersuchungen fötaler Gewebe gezeigt werden, d. h. diese Verbindungen passieren die Plazentaschranke und können so möglicherweise in utero die Organogenese beeinträchtigen. 
Übersetzte Kurzfassung:
Application of hormonal growth promoting implant preparations in animal fattening has to take place in observance of Good Vetrinary Practice. Implantation sites reaching the food chain can contaminate whole batches of processed meat. The highest potential risk comes from trenbolone acetate preparations, followed by estradiol or estradiol benzoate, testosterone propionate and progesterone. An evaluation of zeranol was not possible within the scope of this study. After multiple application, treatm...    »
 
Veröffentlichung:
Universitätsbibliothek der TU München 
Mündliche Prüfung:
19.07.2001 
Dateigröße:
341354 bytes 
Seiten:
98 
Letzte Änderung:
27.09.2005