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Originaltitel:
Interaktives Fernsehen im Kontext staatlicher Programme für die Informationsgesellschaft 
Originaluntertitel:
Eine vergleichende Implementationsstudie von Info 2000 und NII 
Übersetzter Titel:
Interactive TV in the context of government programs for the information society 
Übersetzter Untertitel:
A cross-national implementation-analysis of Info 2000 and the NII 
Jahr:
2001 
Dokumenttyp:
Dissertation 
Institution:
Fakultät für Wirtschaftswissenschaften 
Betreuer:
Grande, Edgar (Prof. Dr.) 
Gutachter:
Grande, Edgar (Prof. Dr.); Kubicek, Herbert (Prof. Dr.) 
Format:
Text 
Sprache:
de 
Fachgebiet:
KOM Kommunikationswesen; POL Politologie 
Stichworte:
Interaktives Fernsehen; Breitband-Internet; Video on Demand; Implementationsforschung; Informationsgesellschaft; staatliche Programme; Deutschland-USA-Vergleich; Multimedia-Politik; Multimedia-Regulierung; Kabelfernseh-Netz; Kabelmodems; Medienmodell; NII; Info 2000 
Übersetzte Stichworte:
Interactive TV; broadband-Internet; Video on Demand; implementation research; information society; government programms; Germany-U.S.-comparison; multimedia politics; multimedia regulation; cable-TV-network; cable modems; new media diffusion model; NII; Info 2000 
Schlagworte (SWD):
USA; Interaktives Fernsehen; Implementation; Medienpolitik; Deutschland 
TU-Systematik:
KOM 550d; POL 285d 
Kurzfassung:
Mit Hilfe staatlicher Aktionsprogramme versuchen seit Mitte der 90er Jahre die Regierungen fast aller industrialisierter Länder ihre jeweiligen Volkswirtschaften auf die Erfordernisse des Informationszeitalters vorzubereiten und den gesellschaftlichen Wandel hin zur Informationsgesellschaft zu steuern. Ziel der staatlichen Maßnahmen ist es dabei vor allem, günstige Rahmenbedingungen für die Entwicklung neuer Medientechnologien zu schaffen und die Verbreitung interaktiver Medien in der Bevölkerung zu unterstützen. In dieser Arbeit werden die klassischen nationalen Initiativen für die Informations-gesellschaft in Deutschland und den USA einem systematischen Vergleich unterzogen und daraufhin untersucht, inwieweit sie ihre selbst gesteckten Ziele erreichen konnten. Bei den Initiativen handelt es sich zum einen um " Info 2000. Deutschlands Weg in die Informationsgesellschaft" (1996-1998) und zum anderen um die " National Information Infrastructure" - Initiative (1994-1997) der Clin-ton/Gore-Administration. Bei der Untersuchung der Initiativen stehen jene Maßnahmen, Regulierungs- und Förderstrategien im Zentrum, die sich auf die Entwicklungen im Bereich des interaktiven Fernsehens beziehen. " Interaktives Fernsehen" wird dabei als Oberbegriff für interaktive TV-Dienste (Enhanced TV, WebTV, t-commerce), Breitband-Internet (DSL und Kabelmodemsysteme) und Video on Demand verwendet. Staatliche Handlungsmöglichkeiten ergeben sich in diesem Bereich vor allem bei der Regulierung der Telekommunikation, der Anpassung der inhaltlichen Regulierungsvorgaben und durch Vorgaben für die Umstellung auf das digitale Fernsehen Um die Auswirkungen und damit die Paßgenauigkeit der jeweiligen staatlichen Maßnahmen auf die Entwicklung des interaktiven Fernsehens zu beurteilen, wird der in der politikwissenschaftlichen Implementationsforschung entwickelte Ansatz der Synthese von Top-down- und Bottom-up-Analyse verwendet. Das heißt, es wird zunächst gezeigt, wie die Aktionsprogramme im jeweiligen staatlich-institutionellen Kontext umgesetzt wurden (Top-down) und anschließend dar-gestellt, welche konkreten Auswirkungen die einzelnen Maßnahmen auf die Handlungsbedingungen von Medienanbietern und Mediennutzern vor Ort hatten (Bottom-up). Für die Bottom-up-Analyse wurden sechs Medienentwicklungsprojekte bzw. Einführungsversuche von interaktivem Fernsehen anhand von Interviews und Expertengesprächen erhoben. Detailliert werden in diesen Fallstudien die konkreten technischen, wirtschaftlichen und regulatorischen Potenziale und Barrieren dargestellt. Bei den Projekten, die stellvertretend für die Entwicklung des inter-aktiven Fernsehens in Deutschland und den USA stehen, handelt es sich im Einzelnen um: · DVB Multimedia Bayern · InfoCity NRW · IVS Stuttgart · WebTV · Excite@Home · Full Service Network Orlando Die Untersuchung kommt zu dem Schluß, daß staatliche Programme zur Förderung von interaktiven Medienanwendungen vor allem dann erfolgreich sind, wenn ihnen eine intelligente Kombination von " harten" (Regulierungsvorgaben im Telekommu-nikations- und TV-Bereich) und " weichen" Faktoren (Agenda-Setting, symbolische Politik, Glaubwürdigkeit) gelingt. Weiterhin wirkt sich ein offener, partizipativer Implementationsprozeß sowie die Fähigkeit der politischen Spitze, die jeweiligen Implementationsstellen entsprechend einzubinden, positiv auf den Um-setzungs-erfolg aus. Der Vergleich mit den USA zeigt, daß die Politik hierzulande stärker auf Infrastrukturwettbewerb zwischen den verschiedenen Zugangstechnologien setzen sollte und flankierende Maßnahmen zur Medienqualifizierung erforderlich sind. 
Übersetzte Kurzfassung:
Since the mid 90s, governments in almost all industrialized countries have been attempted to prepare their national economies for the information age and to support the change towards the information society via action programs. Governmental measures predominantly aim at favorable legal conditions for the development of new media technologies and try to support the spreading of interactive media applications in the society. In this study, the exemplary national initiatives for the information so...    »
 
Veröffentlichung:
Universitätsbibliothek der TU München 
Hinweis:
eingereicht bei der Fakultät für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften (zusammengeführt zur standortübergreifenden Fakultät für Wirtschaftswissenschaften) 
Mündliche Prüfung:
13.07.2001 
Dateigröße:
8503768 bytes 
Seiten:
343 
Letzte Änderung:
23.07.2007