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Originaltitel:
Einfluss der Dexamethason-Plasmakonzentration auf die Aktivität der Hypothalamus-Hypophysen-Nebennierenrinden-Achse bei Patienten mit Depression 
Übersetzter Titel:
Influence of dexamethasone on the activity of the hypothalamus-pituitary-adrenocortical-system in patients with depression 
Jahr:
2016 
Dokumenttyp:
Dissertation 
Institution:
Fakultät für Medizin 
Betreuer:
Müller-Myhsok, Bertram (Prof. Dr.) 
Gutachter:
Müller-Myhsok, Bertram (Prof. Dr.); Meitinger, Thomas A. (Prof. Dr.) 
Sprache:
de 
Fachgebiet:
MED Medizin 
TU-Systematik:
MED 570d 
Kurzfassung:
Seit Jahrzehnten sind Dysregulationen der HHN-Achse bei verschiedenen psychiatrischen Erkrankungen, besonders bei der Depression ein wichtiger Bestandteil psychoendokriner Forschung. Trotz der dichten Forschungslage zu hormonellen Funktionsstörungen in psychischen Erkrankungen hat sich die Hoffnung, dass biologische Symptome eine klinische Observation ersetzen und alleine die Diagnose stellen können, sowie therapeutische Konsequenzen erlauben, bislang nicht erfüllt (Duval et al., 2013). Die Beurteilung der entsprechenden Testverfahren hat bisher nur inkonsistente Befunde ergeben. Dies hat die Frage aufgeworfen, ob zuvor noch nicht berücksichtigte zusätzliche Faktoren einen Einfluss auf die Ergebnisse der Testverfahren haben könnten. In dieser Studie wurde erstmals die Dexamethason- Plasmakonzentration mit modernisierten Messmethoden (UPLC/MS-MS) im 18 Uhr DST und DEX/CRH-Test untersucht. Die Stichprobe bestand aus 104 Patienten und 114 Kontrollen, davon waren 2/3 Männer. Insgesamt lässt sich festhalten, dass die neuroendokrinen Funktionstests in der aktuellen Form nicht ausreichen um ein vollständiges Bild über die Stress-Hormon-Achse zu generieren. Dexamethason leistet in der dargestellten Studie einen wichtigen Beitrag zu den Ergebnissen. Die Untersuchungen zeigen, dass Patienten eine niedrigere Dexamethason-Konzentration haben als die entsprechenden Kontrollen. Dies ist insbesondere der Fall bei den Messungen um 15 Uhr. Bei der geschlechtergetrennten Auswertung können diese Ergebnisse nur bei den Männern reproduziert werden. Im weitern zeigt sich, dass eine starke inverse Korrelation zwischen den Parametern des DEX/CRH-Tests und der Dexamethason-Plasmakonzentration besteht. Darüberhinaus macht die Dexamethason-Konzentration um 15 Uhr den größten Anteil der erklärten Varianz aus (18-43%) im Vergleich zum Patientenstatus (< 5%). Die Untersuchungen unterstützen die Hypothese, dass die Dexamethason-Konzentration als Kovariate eingesetzt werden sollte um die Test-Sensibilität zu erhöhen und Fall-Kontroll-Unterschiede zu identifizieren. 
Übersetzte Kurzfassung:
Influence of dexamethasone on the dexamethasone/corticotropin-releasing hormone test to assess the activity of the hypothalamus-pituitary-adrenocortical-system in patients with depression. 
Mündliche Prüfung:
28.06.2016 
Dateigröße:
5623628 bytes 
Seiten:
98 
Letzte Änderung:
04.08.2016