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Originaltitel:
Lebensqualität, Persönlichkeitsveränderungen, Selbstwertschätzung und klinische Ergebnisse nach Brustaugmentation: eine retrospektive Studie. 
Übersetzter Titel:
Quality of life, personality changes, self appreciation and clinical results after breast augmentation: a retrospective study 
Jahr:
2010 
Dokumenttyp:
Dissertation 
Institution:
Fakultät für Medizin 
Betreuer:
Papadopulos, Nikolaos (Prof. Dr.) 
Gutachter:
Machens, Hans-Günther (Prof. Dr.) 
Sprache:
de 
Fachgebiet:
MED Medizin 
Stichworte:
Lebensqualität, Brustaugmentation, FLZ, Psyche, Fragebogen, LQ 
Übersetzte Stichworte:
Life Quality, Breast Augmentation, FLZ, Questionnaire, LQ, psyche 
Kurzfassung:
Einleitung:Die Lebensqualität des Patienten hat als Therapieziel an großer Bedeutung gewonnen. In unseren Vorstudien in den letzten 10 Jahren sahen wir, dass elektive Eingriffe in der plastisch-ästhetischen Chirurgie einen positiven Einfluss auf das multidimensionale Konstrukt der Lebensqualität haben. Das Ziel der gegenwärtigen Studie ist es die Ergebnisse dieser Studien weiterzuführen und die Lebensqualität und Patientenzufriedenheit nach durchgeführter Brustaugmentation zu untersuchen. Methodik:Bei dieser retrospektiv ausgelegten Studie haben insgesamt 178 Patienten die Kriterien zur Teilnahme erfüllt. 146 davon haben sich bereiterklärt, nach einer zwischen 1995 und 2009, an der Klinik für Plastische Chirurgie und Handchirurgie am Klinikum rechts der Isar der Technischen Universität München durchgeführten Brustaugmentation, an der Studie teilzunehmen. Es wurde ein achtzehnseitiger Fragebogen erstellt, der in mehrere Teile aufgeschlüsselt war. Im ersten Teil wurde auf die demographischen Daten, das soziale Umfeld und das subjektive Operationsergebnis des Patienten eingegangen. Der zweite Teil bestand aus dem FLZM (Fragen zur Lebenszufriedenheit), einem standardisierten Fragebogen zur Untersuchung der Lebensqualität. Dieser entsprach dem Kernstück der Studie. Durch diese individuelle Gewichtung wurde die Lebensqualität zu einer statistisch verwertbaren und vergleichbaren Größe, die mit Daten einer repräsentativen Stichprobe der Bundesrepublik Deutschland verglichen wurde. Der dritte und vierte Teil untersuchte die Psyche des Patienten. Hierfür wurde das Freiburger Persönlichkeitsinventar (FPI-R) und der Rosenberg Self Esteem Questionaire (RES) verwendet. Für die Auswertung wurde der ungepaarte t-Test verwendet und die Schwelle für die statistische Signifikanz wurde bei p<0.05 festgelegt. Resultate:146 Patientinnen nahmen an der Studie teil. Für 91% der Studienteilnehmerinnen war die Brustaugmentation der erste ästhetische Eingriff. Das mittlere Alter lag bei ca. 32,6 Jahren und die mittlere Überlegungszeit für den Eingriff bei 5,9 Jahren. 43% der Befragten gaben die Medien als die wichtigste Informationsquelle für die Operation an. 76% der Teilnehmerinnen genießen eine verbesserte Lebensqualität im Allgemeinen, und 71% ein verbessertes Sexualleben. 90% der wichtigsten Alltagsaktivitäten haben sich, laut der Beftagten, postoperativ verbessert. Über 74% der Befragten gaben dem ästhetischen Operationsergebnis (auf einer Skala von 0 bis 10) 8 oder mehr Punkte, 30% davon sogar 10 Punkte, wobei die Auswertung der Gesamtbelastung bei einem Mittlewert von 3,9 (auf einer Skala von 0 bis 10) lag. Nur 3% der Studienteilnehmer würden sich nicht noch mal für eine Brustaugmentation entscheiden, und 67,8% würden eine gleiche Operation weiterempfehlen. 25 Patientinnen (17%) waren, präoperativ, unter psychiatrische Behandlung wegen der kleinen Brüste. Im Vergleich zwischen den Summenwerten des Moduls des FLZM „Allgemein Teil“ und den Normdaten, zeigte sich eine signifikante Verbesserung sowohl für das Item Partnerschaft/Sexualität (p=0,004), als auch für das Item „Wohnsituation“ (p<0,001). Im Rahmen des Moduls “Gesundheit” konnte bei den Items für “Fortbewegungsfähigkeit” (p<0,001) und “Unabhängigkeit von Hilfe/ Pflege” (p<0,001) eine signifikante Verbesserung im Vergleich zu den Normdaten festgestellt werden. Die Ergebnisse für die restlichen Items der beiden Module zeigten im Normvergleich durchweg höhere Scores, jedoch ohne Signifikanz. Auch bei der Auswertung der Selbstwertschätzung waren die Ergebnisse wichtig. Der „Self Esteem“ Mittlewert lag bei 33 (auf einer Skala von 10 bis 40), und war damit höher als 30, dass als die untere Grenze für eine hohe Selbstwertschätzung gilt. Schlussfolgerung:Brustaugmentation hat einen positiven Effekt auf die Lebensqualität der Patientinnen. Das subjektive Wohlbefinden der Patientinnen stieg nach dem Eingriff. Im Bezug auf die psychologischen Hintergründe konnten die Patientinnen postoperativ von einem im Vergleich zur Norm höheren Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen profitieren. Außerdem werden plastisch-ästhetische Eingriffe sehr gut von den Patienten toleriert, die Komplikationsrate und damit verbundene Re-Operationen sind sehr gering und über 2/3 der Befragten würden sich wieder für eine Brustaugmentation entscheiden. 
Übersetzte Kurzfassung:
Introduction: Patients’ Quality of life is very important nowadays. In our preliminary studies in the last 10 years a big influence of the aesthetic operations on the quality of life has been shown. The aim of the present study is to examine the influence of breast augmentation on patients’ quality of life and their psyche Materials and Methods: 178 patients operated for a aesthetic breast augmentation (1995-2008) fulfilled the criteria to be included in our study. 146 of them agreed to fill in the questionnaire we sent them, comprising of 18 pages. In the first part we examined the demographic data and their social status. The second part consisted of the FLZM (questions to the life satisfaction), a standardized questionnaire for the investigation of the quality of life. The third and fourth part examined the psyche of the patient. Therefore the Freiburger personality inventory (FPI-R) and the Rosenberg Self Esteem Questionaire (RES) was used. For the evaluation of the data the unpaired t-test was used and the threshold for the statistic significance was set to p<0.05. Results: 146 female patients participated in the study. For 91% of them breast augmentation was the first aesthetic operation. The mean value of age was 32.6 years. For every third patient (33%) mass media was the most important source of information for the operation. 76% of the participants reported an overall improvement of their lives, while 71% an improved sexuality. 90% of the most important everyday life activities was also improved. Over 74% of the patients marked their satisfaction with the aesthetic result (on a scale of 0 to 10) with 8 or more points. Only 3% would not decide once again for a breast augmentation and 67.8% would recommend a same operation to a friend. 25 female patients (17%) needed a psychiatric consultation because of the small breasts. In comparison to the norm data of the FLZM questionnaire a significant improvement showed up both for the Item partnership/sexuality and for the Item „living situation. Moreover a significant improvement could be determined compared to the norm data for the Items “ability to go on” and “independence from nursing”. The results of the remaining Items of the two modules showed higher Scores when compared to the norm data, however without stat. significance. „Self Esteem “ mean value was 33 (on a scale from 10 to 40) and was higher than 30, which is considered as a limit for high self appreciation. Conclusion: Breast augmentation has a positive effect on the quality of life of the female patients. The subjective well-being of the female patients improved after the operation. In reference to the psychological background of the patients, they profit postoperatively from an increased self-esteem and a higher self-assurance when compared to the norm data. In addition plastic-aesthetic operations are very well tolerated by the patients, the complications rate and associated re-operations are rare and over 2/3 of the patients would decide again for a Breast augmentation. 
Mündliche Prüfung:
01.12.2010 
Dateigröße:
5217369 bytes 
Seiten:
113 
Letzte Änderung:
20.12.2010