Die Dissertation untersucht umfassend, wie die Blockchain-Technologie die notariellen Pflichten
bei der Gründung und Organisation von Aktiengesellschaften beeinflusst. Sie identifiziert dabei
zahlreiche rechtliche Herausforderungen und bietet konkrete Vorschläge zur Anpassung der
bestehenden Gesetzgebung, um den neuen technologischen Gegebenheiten gerecht zu werden.
Die Arbeit beginnt mit einer fundierten Einführung, die die wissenschaftliche Relevanz des
Themas hervorhebt und die Ziele der Untersuchung klar definiert. Es wird dargelegt, dass die
notarielle Rolle im Kontext dezentraler Informationstechnologien, insbesondere im
Gesellschaftsrecht, bislang unzureichend beleuchtet wurde. Die These der Dissertation lautet,
dass dezentrale Technologien das Vertrauen, das bisher durch Notare vermittelt wird, auf eine
alternative Weise bereitstellen können.
Die Studie ist in fünf Hauptkapitel unterteilt, die verschiedene Aspekte der notariellen Pflichten
und der Blockchain-Technologie untersuchen:
1. Notarielle Pflichten bei Gründungs- und Organisationsprozessen einer AG: Dieses
Kapitel analysiert die traditionellen notariellen Pflichten im Rahmen der Gründung und
Organisation einer AG und wie diese durch die Einführung der Blockchain-Technologie
beeinflusst werden. Ein Schwerpunkt liegt auf den Beurkundungspflichten des Notars
und der Frage, ob Blockchain-Technologie diese Pflichten ersetzen oder ergänzen kann.
2. Aufklärung des Sachverhalts – Technologische Grundlagen: Hier werden die
technischen Grundlagen der Blockchain-Technologie, wie Distributed Ledger Technology
(DLT), Blockchain, Digital Assets, Token und Coins, detailliert erläutert. Dieses Kapitel
bildet die technische Basis für die späteren rechtlichen Analysen und beleuchtet die
Funktionsweise und rechtlichen Implikationen dieser Technologien.
3. Erforschung des wahren Willens – Rechtliche Grundlagen: Dieses Kapitel konzentriert
sich auf die rechtlichen Grundlagen und die Einordnung der Blockchain-Technologie im
Kontext von Gründungs- und Organisationsprozessen einer AG. Es untersucht die
verschiedenen rechtlichen Motivlagen, die zum Einsatz von Blockchain-Technologie
führen können, und beleuchtet die Aspekte der Kapitalstruktur, Aktionärsidentifikation
und Willensbildung. Ein großer Teil dieses Kapitels widmet sich der materiellen Grundlage
der Blockchain-Ökonomie und der rechtlichen Natur von Token.
4. Erkenntnisse über die rechtliche Tragweite – Rechtsprobleme: In diesem Kapitel
werden die rechtliche Tragweite der Blockchain-Technologie in verschiedenen
Rechtsgebieten
analysiert,
einschließlich
kapitalmarktaufsichtsrechtlicher,
datenschutzrechtlicher und zivilrechtlicher Spannungsverhältnisse. Besonders
hervorgehoben werden die Herausforderungen der Pseudonymisierung und der
Verantwortlichkeit in dezentralen Netzwerken sowie die Frage der Reversibilität von
Blockchain-Einträgen.
5. Inhalt und Reichweite der notariellen Pflichten: Das letzte Kapitel fasst die
gewonnenen Erkenntnisse zusammen und leitet konkrete notarielle Pflichten im
Zusammenhang mit Blockchain-Rechtsgeschäften ab. Es diskutiert die verschiedenen
Gestaltungsmöglichkeiten
bei
der
Beurkundung von Blockchain-basierten
Rechtsgeschäften und die besonderen Anforderungen an den Notar, um die
Rechtssicherheit zu gewährleisten. Zudem werden die geldwäscherechtlichen Pflichten
des Notars im Kontext von Blockchain-Transaktionen behandelt.
Die Dissertation kommt zu dem Schluss, dass eine Anpassung der bestehenden rechtlichen
Rahmenbedingungen notwendig ist, um den Herausforderungen der digitalen Transformation
gerecht zu werden. Notare müssen sich mit den technischen Aspekten der Blockchain vertraut
machen und ihre Praxis entsprechend anpassen. Besonders wichtig sind dabei
geldwäscherechtliche Pflichten und die Sicherstellung der Identität der Beteiligten.
Zusammenfassend betont die Dissertation, dass die Blockchain-Technologie das Potenzial hat,
die notarielle Praxis zu revolutionieren, jedoch auch neue rechtliche und technische
Herausforderungen mit sich bringt. Eine enge Zusammenarbeit zwischen Juristen, Technikern
und Regulierungsbehörden ist erforderlich, um diese Herausforderungen zu bewältigen und die
Rechtssicherheit im digitalen Zeitalter zu gewährleisten. Die Arbeit schlägt vor, dass Notare ihre
Praxis an die neuen technologischen Entwicklungen anpassen sollten, um die Rechtssicherheit
auch in einem digitalen Umfeld zu gewährleisten. Dies beinhaltet die Integration digitaler
Werkzeuge und Verfahren in die notarielle Praxis sowie die Anpassung der rechtlichen
Rahmenbedingungen an die spezifischen Anforderungen der Blockchain-Technologie.
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Die Dissertation untersucht umfassend, wie die Blockchain-Technologie die notariellen Pflichten
bei der Gründung und Organisation von Aktiengesellschaften beeinflusst. Sie identifiziert dabei
zahlreiche rechtliche Herausforderungen und bietet konkrete Vorschläge zur Anpassung der
bestehenden Gesetzgebung, um den neuen technologischen Gegebenheiten gerecht zu werden.
Die Arbeit beginnt mit einer fundierten Einführung, die die wissenschaftliche Relevanz des
Themas hervorhebt und die Ziel...
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