Benutzer: Gast  Login
Originaltitel:
Die Auswirkung von Immobilisation und Inflammation auf die Regulation nikotinischer Azetylcholinrezeptoren der neuromuskulären Endplatte, die Muskelfunktion und die Wirkung von Muskelrelaxanzien 
Jahr:
2008 
Dokumenttyp:
Habilitation 
Institution:
Fakultät für Medizin 
Sprache:
de 
Fachgebiet:
MED Medizin 
Kurzfassung:
Unsere Untersuchungen konnten zeigen, dass eine Hochregulation nikotinischer Azetylcholinrezeptoren der neuromuskulären Endplatte bereits nach 12 Stunden Immobilisation eintritt. Ebenso konnten wir nachweisen, dass eine prolongierte Inflammationsreaktion alleine zu einer Azetylcholinrezeptorhochregulation führen kann. Die Kombination von Immobilisation und Inflammation hat den deutlichsten Effekt auf die Azetylcholinrezeptordysregulation. Anaesthesiologische Konsequenz einer derartigen Hochregulation von Azetycholinrezeptoren ist eine Resistenz gegenüber nicht-depolarisierenden Muskelrelaxanzien sowie eine erhöhte Empfindlichkeit gegenüber Succinylcholin. Neben der Rezeptordysregulation vermindert aber sowohl eine Immobilisation als auch eine Inflammation durch die hervorgerufene intramuskuläre Entzündungsreaktion die Muskelkontraktionskraft. In unseren Versuchen konnten wir zusätzlich nachweisen, dass im Frühstadium der Inflammationsreaktion eine Resistenz gegenüber nicht-depolarisierenden Muskelrelaxanzien auch auf eine erhöhte Plasmaproteinbindung der Substanzen an α1-saures Glykoprotein zurückzuführen ist. Weitere Untersuchungen zur Azetylcholinrezeptordysregulation und Muskelfunktion während der Rehabilitation nach Immobilisation und Inflammation stehen an. 
Mündliche Prüfung:
19.11.2008 
Letzte Änderung:
24.03.2010