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Originaltitel:
Dermal Progenitor Cells for Soft Tissue Reconstruction 
Übersetzter Titel:
Dermale Progenitor Zellen als subkutaner Weichteilersatz 
Jahr:
2008 
Dokumenttyp:
Dissertation 
Institution:
Fakultät für Medizin 
Betreuer:
Frau Dr. Charlotte Holm-Muehlbauer PD 
Sprache:
en 
Fachgebiet:
MED Medizin 
Stichworte:
Fat, Dermal Progenitor Cells, Volume Loss, Soft tissue reonstruction 
Übersetzte Stichworte:
Fett, Dermale Progenitor Zellen, Volumenverlust, Weichteilrekonstruktion 
Kurzfassung:
One of the major challenges facing plastic and reconstructive surgery is a reliable source of autologous soft tissue such as fat. We investigated the in vitro pluripotency and in vivo survival of progenitor cells from post-natal human skin that were induced to form adipose tissue for tissue engineering applications. We isolated CD90 and CD105 positive mesenchymal progenitor cells from juvenile human foreskin through a sequential enzymatic digestion process. Their Stem cell character was shown...    »
 
Übersetzte Kurzfassung:
Eine der großen Herausforderungen in der plastischen und rekonstruktiven Chirurgie ist der subkutane Weichteilersatz. Derzeit bevorzugte Methode sind Lappenplastiken, Mikrofettransplantationen sowie Weichteilfiller verschiedenster Art wie autologes Fett oder Hyaluronsäure. Meist sind Lappenplastiken mit einer erheblichen Hebedefektmorbidität verbunden. Injiziertes Fett hingegen wird häufig resorbiert und bleibt nur zum Teil erhalten. Hyaluronsäuren müssen ebenfalls immer wieder eingespritzt werden. Aus autologen Vorläuferzellen gezüchtete Fettzellen in adäquaten Mengen würden möglicherweise weniger an Volumen verlieren und wären von großem Vorteil bei dem Ersatz von Weichteildefekten in der rekonstruktiven und ästhetischen Chirurgie. In dieser Studie haben wir über mehrere Generationen aus der Dermis gewonnene pluripotente mesenchymale Zellen in adipogenes Gewebe differenziert. Des Weiteren haben wir untersucht ob diese auf dreidimensionalen Trägern gebildeten Fettzellen im Tiermodell die Fähigkeit besitzen ihren Phänotyp und ihre dreidimensionale Form auch über einen gewissen Zeitraum beizubehalten. Pluripotente Zellen wurden durch einen enzymatischen Verdauungsvorgang von der Dermis humaner kindlicher Vorhaut isoliert. Diese Zellen wurden zu großen Mengen expandiert und in einem dynamischen Verfahren auf biodegradierbare Polymere (PGA) von 1cc gesät. Die Adipogenese dieser Zellen wurde mit einem spezifischen Medium induziert. Die mit Fettzellen behafteten Polymere (n=36) wurden subkutan in Nacktmäuse implantiert Nach 1 Woche, 4 und 8 Wochen und nach 6 Monaten wurden sie explantiert und histologisch untersucht. Mit zytochemischen und RT-PCR Analysen wurde der adipogene Zelltyp zu jedem Zeitpunkt der Studie mit der Oil-O-Red Färbung bestätigt. RT-PCR für Lipoproteinlipase, srebp 1, ppary-2 und apm1 demonstriert die immunochemische adipogene Differenzierung. Bei der Untersuchung nach Explantation aus dem Tiermodell, war zu jedem Zeitpunkt ein gelbliches fettähnliches Gewebe erkennbar. Die Histochemie mit H&E und Oil-O-Red Färbung zeigten auch ex vivo phenotypisch wohlgeformte Adipozyten. Es wurde zu keinem Zeitpunkt eine Fettzellformation in der Kontrollgruppe beobachtet. Das Fettgewebe verlor über den Untersuchungszeitraum kontinuierlich an Volumen, war aber nach 6 Monaten als winzige Fettmasse noch erkennbar. Durch ein Fish-Assay wurde der humane Ursprung der Zellen verifiziert. Diese Studie demonstriert, dass postnatale, multipotente Zellen der Dermis in der Lage sind sich in fettgewebsähnliche Zellen zu differenzieren. Diese adipogen induzierten Zellen konnten in großen Mengen an biodegradierbare Polymere haften und in hatten die Fähigkeit in vitro wie auch in vivo Fettgewebe zu formen. Problematisch war der kontinuierliche Volumenverlust. Anfänglich war dieser sicherlich auf die Auflösung des PGA Gerüstes zurückzuführen aber letztlich auch durch die ungenügende Vaskularisierung zu erklären. Auf die Blutversorgung eines solchen Konstrukts ist sicherlich in weiteren Studien das wichtigste Augenmerk zu legen. Diese aus postnatalem dermalem Gewebe gewonnen pluripotente Zellen könnten in Zukunft als leicht zu gewinnende, verlässliche und ethisch unantastbare Quelle für einen subkutanen Weichteilersatz oder als natürliche Filler dienen. 
Letzte Änderung:
17.01.2012