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Originaltitel:
Die Ökophysiologie des Krankheitsbildes Phytophthora-infizierter Stieleichen an einem Altauen-Standort 
Übersetzter Titel:
Eco-pyhsiology of the syndrome of crown decline in Phytophthora-infested Quercus robur L. at an old floodplain site 
Jahr:
2002 
Dokumenttyp:
Dissertation 
Institution:
Fakultät Wissenschaftszentrum Weihenstephan 
Betreuer:
Matyssek, R. (Univ.-Prof. Dr.) 
Gutachter:
Oßwald, Wolfgang (Prof. Dr.); Willert, D. J., von (Univ.-Prof. Dr.) 
Format:
Text 
Sprache:
de 
Fachgebiet:
FOR Forstwissenschaften 
Stichworte:
Phytophthora; Quercus robur; Ökophysiologie; Infektion; Photosynthese; Wasserhaushalt; Dendrochronologie; Phänologie; Fluoreszenz 
Übersetzte Stichworte:
Phytophthora; Quercus robur; eco-physiology; infection; photosynthesis; water status; dendrochronology; phenology; fluorescence 
Schlagworte (SWD):
Erlau Sieleiche Physiologie Phytophthora Infektion 
TU-Systematik:
FOR 440d; FOR 160d; FOR 180d 
Kurzfassung:
Das Absterben von Eichen wird oft mit Phytophthora-Infektionen der Wurzeln in Zusammenhang gebracht. Die vorliegende Studie untersucht an wurzelinfizierten Bäumen die ökophysiologischen Reaktionen im Kronenraum. Adulte Eichen (Quercus robur L.) in einem Eichenmischwald in der Nähe von Landau/Isar zeigen verschiedene Erkrankungsstadien. Bäume mit vollständig grünen Kronen wurden mit solchen mit vergilbtem Laub verglichen und auf photosynthetische Leistungsfähigkeit, Wasserhaushalt, stomatäre Regulation, Nährstoffversorgung, Chloroplastenpigmente Phänologie und Jahrringbreiten untersucht. Auf dem kalkreichen Auenboden wurden in der Rhizosphäre der Versuchsbäume mehrere Phytophthora -Arten isoliert. Das Blattwasserpotential von verfärbten Bäumen weicht nicht signifikant gegenüber dem von gesunden ab. Die Stomata verfärbter Blätter sind halboffen. Jedoch sinkt die interne CO2-Konzentration nicht ab, weil die CO2-Assilmilation durch geringere Chlorophyllkonzentrationen reduziert ist. Der Elektronentransport von Photosystem II läuft im verbleibenden Chlorophyll normal ab. Die Konzentration der Pigmente ist unabhängig von der Versorgung mit Nährstoffen, obwohl bedingt durch die Bodeneigenschaften insgesamt sehr niedrige Blattspiegelwerte für Mangan und Eisen auftreten. Die Jahrringbreiten nehmen trotz langfristig wiederhergestellter guter Bodenfeuchte ab, bei Bäumen, die ab 1980 vergilbtes Laub haben aber in einem stärkeren Ausmaß. Das Auftreten von Phytophthora wie auch der Verlust von Feinwurzeln von bis zu 70% sind unabhängig von der Laubverfärbung; offenbar reagieren die Baumindividuen unterschiedlich auf die Infektion. Es wurden keine Hinweise gefunden, daß die Verfärbung der Blätter auf eine vom Baum beschränkte Wasseraufnahme zurückzuführen ist. Vermutlich geht die Verfärbung auf photoinhibitorische Effekte durch induzierte Verengung der Stomata zurück, möglicherweise in Kombination mit dem Einfluß von pathogenen Toxinen auf die Chloroplasten. 
Übersetzte Kurzfassung:
Oak decline has often been associated with root infections by Phytophthora pathogens. This study addresses the ecophysiology of the aboveground decline in trees displaying root infection. Mature trees of an oak stand (Quercus robur L.) near Landau-on-Isar/Germany showing all stages of apparently healthy and yellowing foliage. These trees were analysed for their photosynthetic performance, water relations, stomatal regulation, nutritional status, pigments of chloroplasts, phenology and annual rin...    »
 
Veröffentlichung:
Universitätsbibliothek der TU München 
Mündliche Prüfung:
19.07.2002 
Dateigröße:
3913070 bytes 
Seiten:
213 
Letzte Änderung:
27.06.2005