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Originaltitel:
Stressbehandlungen bei Einlegegurken (Cucumis sativus L.) 
Übersetzter Titel:
Stress Treatments of Pickling Cucumber (Cucumis sativus L.) 
Jahr:
2001 
Dokumenttyp:
Dissertation 
Institution:
Fakultät Wissenschaftszentrum Weihenstephan 
Betreuer:
Weichmann, J. (Univ.-Prof., Dr. agr., Dr. agr. habil.) 
Gutachter:
Weichmann, J. (Univ.-Prof., Dr. agr., Dr. agr. habil.); Treutter, D.R. (Univ.-Prof., Dr. agr., Dr. agr. habil.) 
Format:
Text 
Sprache:
de 
Fachgebiet:
LAN Landbauwissenschaft 
Stichworte:
Einlegegurke; Gurke; Frucht; Pflanze; Stress; Nachernte; Ethen; Chlorophyllfluoreszenz 
Übersetzte Stichworte:
pickling; processing cucumber; fruit; plant; stress; post-harvest; ethylene; chlorophyll fluorescence 
Schlagworte (SWD):
Einlegegurke Nacherntephysiologie Stress 
TU-Systematik:
LAN 435d; LAN 200d 
Kurzfassung:
An Einlegegurkenfrüchten wurde eine Verschlechterung der Qualität beobachtet, deren Ursache nicht bekannt war, und ohne dass Veränderungen der Verfahren bei Ernte und Verarbeitung voraus gingen. Die Qualitätsprobleme äußerten sich durch Ablösen der Fruchtschale der frischen und konservierten Früchte sowie zum Teil dramatisch in Chlorophyllabbau und Texturverschlechterung nach der Konservierung. Es wurde angenommen, dass dies eine Reaktion der Einlegegurkenfrüchte auf Stress sei. Um die Auswirkung der Stressfaktoren quantifizieren zu können, wurden die Pflanzen und Früchte verschiedenen Stressbehandlungen unterzogen. Zur Untersuchung der „Vorernte“-Stressfaktoren wurden Einlegegurkenpflanzen unter verschiedenen Stresssituationen kultiviert: Nährstoff- und Spurenelementmangel (darunter kurzzeitiger Stickstoffmangel und vollständiger Entzug von Stickstoff, Calcium und Eisen), Wassermangel und niedrige Wachstumstemperaturen. Außerdem wurde untersucht ob eine Variation des Source-sink-Verhältnisses das Nachernteverhalten der Früchte beeinflusst, welchen Einfluss eine unterschiedliche Bewässerung hat und wie sich klimatische Bedingungen während des Wachstums auf die Früchte auswirken. Um die Wirkung von „Nachernte“-Stressfaktoren zu analysieren, wurden die Einlegegurkenfrüchte bei Temperaturen im kälteschädigenden Bereich gelagert und einer mechanischen Belastung durch mehrmaliges Fallenlassen aus einem Meter Höhe unterworfen. Die Bewertung der Reaktionen auf die Stresseinwirkung erfolgte mittels Messungen der Ethenabgabe (C< font size=-2> 2< /font> H< font size=-2> 4< /font> ) und der Chlorophyllfluoreszenz (Fv/Fm). Die Reaktionen der Früchte auf die „Vorernte“-Behandlungen waren gering. Während die Pflanzen teilweise erhebliche Beeinträchtigungen in Wachstum, Ertrag und Photosyntheseleistung zeigten, waren die Früchte von den Stressfaktoren wenig beeinflusst. Die „Nachernte“-Faktoren, also Einwirkungen, die nach der Ernte auf die Früchte treffen, spielten eine größere Rolle als die „Vorernte“-Faktoren. Da Kältestress und mechanischer Stress die größten physiologischen Reaktionen hervorriefen, ist anzunehmen, dass der Verderb der Früchte auf eine Stressbelastung durch mechanische Belastung und/oder Kälteeinwirkung entweder schon während des Fruchtwachstums oder nach der Ernte zurückzuführen ist. Eine Kombination mehrerer Stressfaktoren ist jedoch wahrscheinlich, wobei sich die „Nachernte“-Faktoren stärker auswirken. Besonders empfindlich auf die „Nachernte“-Belastungen dürften solche Früchte reagieren, die durch „Vorernte“-Belastungen bereits geschwächt sind. Dazu zählen Nährstoffmangelsituationen, vor allem Calciummangel, ungünstige Witterungsverhältnisse, wie regnerische oder sehr heiße und trockene Tage, feucht-warme oder sehr kalte Nächte, und Belastungen durch weitere Stressfaktoren, wie Umweltgifte, Schädlinge, Krankheiten oder Pflanzenschutzmittel. 
Übersetzte Kurzfassung:
Fruits of pickling cucumbers showed a deterioration in quality whose cause was not known and without any modifications to the procedures in harvesting and processing. The problems in quality were manifested through the flaking of the skin of both fresh and pickled fruits and partly through a severe reduction of chlorophyll and texture degradation after preservation. It was assumed that this was a reaction of the cucumbers to stress. Therefore plants and their fruits were submitted to various stress treatments to enable the effect of the stress factors to be quantified. To investigate the “pre-harvest“ stress factors, cucumber plants were cultivated under different stress situations: Deficiency of nutrients and trace elements, among them temporary nitrogen limitation and complete withdrawal of nitrogen, calcium and iron, water limitation, and low growth temperatures. Furthermore it was examined, whether a variation of the source-sink-ratio influences the “post-harvest” behaviour of the fruits, what effect variable irrigation has, and what effect climatic conditions during growth have. In order to analyse the effect of “post-harvest“ stress factors, cucumber fruits were stored at chilling temperatures and were subjected to controlled mechanical stresses by being dropped several times from a height of 1m. The evaluation of the reactions to stress factors took place by measurement of the ethylene production (C2H4) and the chlorophyll fluorescence (Fv/Fm). The reaction of the fruits to the “pre-harvest” treatments were slight. While the plants showed partially considerable impairment in growth, yield and photosynthetic capacity, the fruits were hardly influenced by the stress factors. “Post-harvest” factors, therefore influences, which affect the fruits after harvest, played a more important role than “pre-harvest“ factors. Since chilling and mechanical stress evoked the biggest physiological reactions, it is supposed that the decay of the fruits is caused by mechanical stress and/or chilling either during the growth of the fruit or after harvest. A combination of several stress factors however is probable, with a greater effect by the “post-harvest” factors. Fruits, which are already weakened by “pre-harvest” factors will react particularly sensitively to “post-harvest” factors. There could be situations of nutrient limitation, above all calcium, unfavourable weather conditions, like rainy days, or very hot and dry days, humid warm nights or very cold nights, and stresses from further factors like pollution, pests, diseases, or pesticides. 
Veröffentlichung:
Universitätsbibliothek der TU München 
Mündliche Prüfung:
08.12.2001 
Dateigröße:
4782843 bytes 
Seiten:
399 
Letzte Änderung:
27.09.2005