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Originaltitel:
Food and Nutrition Security in Black South African Households 
Originaluntertitel:
Creative Ways of Coping and Survival 
Übersetzter Titel:
Nahrungs- und Ernährungssicherheit in schwarzafrikanischen Haushalten in Südafrika 
Übersetzter Untertitel:
Kreative Überlebensstrategien 
Jahr:
2001 
Dokumenttyp:
Dissertation 
Institution:
Fakultät Wissenschaftszentrum Weihenstephan 
Betreuer:
Ziche, J. (Univ.-Prof., Dr.agr.) 
Gutachter:
Ziche, J. (Univ.-Prof., Dr.agr.); Vorster, H. H. (Prof. (D.Sc.)) 
Format:
Text 
Sprache:
en 
Fachgebiet:
LAN Landbauwissenschaft; OEK Ökotrophologie, Ernährungswissenschaft 
Stichworte:
household food security; black South African households; intra-household relations; resource management; coping strategie; interdisciplinary research 
Übersetzte Stichworte:
Ernährungssicherheit von Haushalten; schwarzafrikanische Haushalte in Südafrika; Beziehungsgeflechte innerhalb von Haushalten; Management von Ressourcen; Überlebensstrategien; interdisziplinäre Forschung 
TU-Systematik:
LAN 062d; OEK 030d 
Kurzfassung:
Poverty and food insecurity are among the most pressing issues in South Africa and the sub-continent at the beginning of the new century. Studies reveal that not only the economic situation, but more importantly control of resources and intra-household relations determine whether households are food secure. In South Africa, there is an urgent need for research on such underlying causes of malnutrition and food insecurity, with limited empirical data available. This interdisciplinary study invest...    »
 
Übersetzte Kurzfassung:
Armut und unsichere Ernährung zählen am Beginn des 21. Jahrhunderts zu den drängendsten Problemen in Südafrika und dem gesamten Sub-Kontinent. Studien haben gezeigt, dass die Nahrungssicherheit von Haushalten nicht allein von ihrer wirtschaftlichen Situation, sondern vielmehr von der Kontrolle über vorhandene Mittel sowie sozialen Beziehungen innerhalb von Haushalten abhängt. In Südafrika ist trotz des Wissens über das Ausmaß von Nahrungsunsicherheit und Unterernährung nur sehr wenig über die genaueren Ursachen bekannt. Die vorliegende interdisziplinäre Studie untersucht unter Verwendung von qualitativen und quantitativen Methoden sozio-ökonomische Verhältnisse und Beziehungsgeflechte innerhalb und zwischen schwarzafrikanischen Haushalten sowie die Auswirkung dieser komplexen Faktoren auf ihre Ernährungssituation. 166 Personen, überwiegend Frauen, wurden ausgiebig befragt, eine Untergruppe über einen Zeitraum von zwei Jahren. Die Studie wurde im Rahmen eines größeren Forschungsprojektes durchgeführt, das die Auswirkung der Verstädterung auf den Gesundheitszustand von Schwarzafrikanern in der Nordwest-Provinz Südafrikas untersucht. Viele Familien sind aufgrund zunehmender Arbeitsmigration und Armut auseinandergerissen, was sich unter anderem darin auswirkt dass die Hälfte der Haushalte von Frauen geführt wird. Die Mehrzahl der untersuchten Haushalte verfügt über ein monatliches Einkommen von weniger als R1 000 (etwa 143 US Dollar, Stand: Juni 2000). Drei Viertel der Haushalte müssen als " chronisch unsicher" im Hinblick auf ihre Nahrungsversorgung eingestuft werden. Das " Ausdehnen" von Haushalten über mehrere räumliche Einheiten ist eine der wichtigsten Strategien der Menschen, um eine bessere Nahrungsversorung zu erreichen, ebenso wie Migration mit dem Ziel, Arbeit zu finden. Entscheidend für das Überleben sind daneben soziale Netze wie sie innerhalb von Familien und unter Freunden und Nachbarn geknüpft werden, ausserdem Gelegenheitsarbeiten und Mikro-Unternehmen sowie das " Anschreiben" (Kredit) in kleinen Geschäften vor Ort. Innerhalb von Haushalten herrscht oft starker Konkurrenzkampf um knappe Ressourcen, deren Verteilung vom Machtverhältnis zwischen den Geschlechtern sowie der Hierarchiestruktur der Haushaltsmitglieder abhängt. Bestimmte Kategorien von Frauen geführter Haushalte sowie Haushalte, in denen die Beziehung von Paaren auf Partnerschaft basiert, stellen durch gegenseitige Unterstützung und Kooperation sowie mit Hilfe sonstiger sozialer Netze eine bessere Nahrungssituation her als allein von Männern geführte Haushalte, obwohl diese über mehr wirtschaftliche Ressourcen verfügen. Multidisziplinäre Forschung ist dringend gefragt, um die wirtschaftlichen und sozialen Verhältnisse der schwarzen Bevölkerung Südafrikas genauer zu erfassen. Diese Forschung sollte die Basis für künftige Projekte der Entwicklungszusammenarbeit bilden, in denen viel stärker als bisher bereits bestehende soziale Netzwerke genutzt werden könnten, um Mittel besser zu verteilen und eine nachhaltige soziale und wirtschaftliche Entwicklung armer Bevölkerungsschichten zu fördern. 
Veröffentlichung:
Universitätsbibliothek der TU München 
Mündliche Prüfung:
17.07.2001 
Schlagworte:
Südafrika (Staat) Schwarze Ernährungslage; Südafrika (Staat) Schwarze Ernährungssicherheit 
Dateigröße:
1654990 bytes 
Seiten:
372 
Letzte Änderung:
27.09.2005