Benutzer: Gast  Login
Originaltitel:
Lokale Depolarisations- und Repolarisationsstörungen in denerviertem Myokard bei Patienten nach Herzinfarkt 
Übersetzter Titel:
local depolarisation and repolarisation disorders of denervated myocardium in patients after myocardial infarction 
Jahr:
2001 
Dokumenttyp:
Dissertation 
Institution:
Fakultät für Medizin 
Betreuer:
Schmidt, Georg (Prof. Dr.) 
Gutachter:
Neumeier, Dieter (Prof. Dr.); Neumann, Franz-Josef Maria (Prof. Dr.) 
Format:
Text 
Sprache:
de 
Fachgebiet:
MED Medizin 
Übersetzte Stichworte:
depolarisation; repolarisation; denervated myocardium; myocardial infarction 
Kurzfassung:
Nach Myokardinfarkt ist die regionale Schädigung der autonomen sympathischen Innervation häufig ausgeprägter als die des Myokards. Dieser Unterschied wird als Tl-MIBG-Mismatch bezeichnet und beschreibt das Ausmaß des sympathisch denervierten aber funktionsfähigen Myokards. Ergebnisse aus tierexperimentellen Studien deuten darauf hin, dass die elektrophysiologischen Abläufe in diesem Myokard gestört sind. Unklar bleibt allerdings, welche Veränderungen im Oberflächen-EKG durch diese Denervierung verursacht werden. Wir haben deshalb prospektiv untersucht, welche Parameter verschiedener elektrokardiographischer Verfahren mit dem Tl-MIBG-Mismatch korrelieren. Es wurden 67 Patienten nach einem akuten Myokardinfarkt untersucht. Binnen 14 Tagen nach Reperfusionstherapie wurden szintigraphische Aufnahmen sowohl mit I-123-MIBG zur Darstellung der autonomen sympathischen Innervation, als auch mit Cl-201-Thallium zur Darstellung des vitablen Myokards durchgeführt. Die Anreicherung der zwei Nuklide im Myokard wurde als " polar-map" mit 460 Pixeln dargestellt. Die Summe der Pixel mit einer Aktivität von weniger als 50% der maximal gemessenen Aktivität ergab die Größe des Anreicherungsdefektes. Aus der Differenz des Innervations- und Myokarddefektes berechnete sich die Größe des Tl-MIBG-Mismatches. Diese wurde mit Parametern von Ruhe-EKG, Signalmittelungs-EKG und Holter-EKG verglichen. Der Innervationsdefekt war bei vielen Patienten deutlich größer als der Myokarddefekt (38,4±22,2% vs. 14,3±16,4%), so dass im Mittel 25,8±16,3% des funktionsfähigen Myokards denerviert war. Nur zwei Parameter korrelierten signifikant mit diesem Tl-MIBG-Mismatch: Eine inverse Korrelation zeigte sich mit dem RMS40 im Signalmittelungs-EKG (r=-0,37; p=0,0053), d. h. bei großem Tl-MIBG-Mismatch verzögert sich der Potentialabfall am Ende des signalgemittelten QRS-Komplexes. Eine positive Korrelation zeigte sich mit der frequenzkorrigierten QT-Zeit (QTc) im Ruhe-EKG (r=0,34; p=0,0064), d. h. die Repolarisation dauert länger, je größer das Tl-MIBG-Mismatch ist. Diese Ergebnisse erschließen einen bisher nicht bekannten pathophysiologischen Zusammenhang: Abhängig von dem Ausmaß der regionalen Denervierung des funktionsfähigen Myokards kommt es zu einer regionalen Verzögerung sowohl der Depolarisation, als auch der Repolarisation. 
Übersetzte Kurzfassung:
After myocardial infarction, regional damage of autonomic sympathetic innervation is often more extensive than of myocard itself. This difference is called Tl-MIBG-Mismatch and quantifies the amount of sympathetic denervated but viable myocardium. Results of animal studies point out that the electrophysiologic mecanisms of this myocardium are disordered. It remains unclear, wheather this kind of denervation causes changes in surface-ECG. In this study we prospectively evaluated wheather ECG-para...    »
 
Veröffentlichung:
Universitätsbibliothek der TU München 
Mündliche Prüfung:
17.01.2001 
Dateigröße:
132989 bytes 
Seiten:
38 
Letzte Änderung:
28.08.2007