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Originaltitel:
Thermische Behaglichkeit
Originaluntertitel:
Unterschiede zwischen frei und mechanisch belüfteten Bürogebäuden aus Nutzersicht
Übersetzter Titel:
Thermal comfort
Übersetzter Untertitel:
Natural ventilation versus air-conditioning in office buildings from the occupant's point of view
Autor:
Hellwig, Runa Tabea
Jahr:
2005
Dokumenttyp:
Dissertation
Fakultät/School:
Fakultät für Architektur
Betreuer:
Hausladen, Gerhard (Prof. Dr.); Hauser, Gerd (Prof. Dr..); Bischof, Wolfgang (Priv.-Doz. Dr. Dr. habil.)
Gutachter:
Hausladen, Gerhard (Prof. Dr.)
Format:
Text
Sprache:
de
Fachgebiet:
ARC Architektur
Stichworte:
thermische Behaglichkeit; PMV-PPD; Lüftung; Bürogebäude; Feldstudie; Befragung; Normung
Übersetzte Stichworte:
thermal comfort; adaptive; PMV-PPD; ventilation; office buildings; field study; standards
Schlagworte (SWD):
Bürohaus ; Belüftung; Thermische Behaglichkeit; Feldforschung
TU-Systematik:
ARC 110d; ARC 472d
Kurzfassung:
Zurzeit führen fehlende Richtlinien für das Raumklima zu Planungsunsicherheit bei frei belüfteten Bürogebäuden in Deutschland. In der vorliegenden Arbeit wird anhand von Befragungs- und Messdaten untersucht, ob es Unterschiede in der thermischen Behaglichkeit von Personen in frei belüfteten und mechanisch belüfteten Gebäuden gibt. Es werden Befragungs- und Messdaten von 14 Bürogebäuden aus dem ProKlimA-Projekt verwendet.

Die Befragungsergebnisse zeigen, dass die Nutzer frei belüfteter Gebäude signifikant zufriedener mit dem thermischen Raumklima sind als die Personen in mechanisch belüfteten Gebäuden. Einige nicht-thermische Größen beeinflussen die thermische Behaglichkeit. Die Wirkung der nicht-thermischen Einflussgrößen ist von der Belüftungsart und der empfundenen Umgebungstemperatur (sehr warm bzw. kalt) abhängig.

In der Literatur wird erwähnt, dass Personen in frei belüfteten Gebäuden eine größere Bandbreite der Raumtemperatur akzeptieren als Personen in mechanisch belüfteten Gebäuden. Die in dieser Arbeit gefundenen Bandbreiten der Raumtemperatur sind unabhängig von der Art der Belüftung.

Die relevante Literatur nennt vier bedeutende Methoden zur Bewertung und Vorhersage der thermischen Behaglichkeit. Auf der einen Seite wird das PMV-Modell von Fanger sowie eine Modifizierung dieses Modells von Mayer betrachtet. Auf der anderen Seite stehen zwei Ansätze – eine niederländische Richtlinie und ein Ansatz aus einer ASHRAE Studie. Im Gegensatz zum PMV-Modell wird die optimale Raumtemperatur bei diesen zwei Ansätzen in Abhängigkeit von einer mittleren Außentemperatur bestimmt. Die vier Methoden werden auf ihre Eignung für die Bewertung thermischer Behaglichkeit in frei und mechanisch belüfteten Gebäuden untersucht. Der Ansatz nach Mayer erzielt für Personen in mechanisch belüfteten Gebäuden die beste Übereinstimmung mit der Beobachtung. Für frei belüftete Gebäude ist dies der ASHRAE-Ansatz.

Die Ergebnisse zeigen, dass sowohl für freie als auch für mechanische Lüftung neue, bisher in Deutschland und Europa nicht genormte Modelle zur Planung von Behaglichkeit in Räumen erforderlich sind.
Übersetzte Kurzfassung:
At present a lack of guidelines for the design of thermal comfort in naturally ventilated office buildings leads to uncertainty when planning such buildings in Germany. The present work was carried out in order to identify differences in the perception of thermal comfort of office workers in naturally ventilated and air-conditioned buildings. It is based on both subjective data from interviews as well as on objective data from physical measurements. The analysis includes data collected in 14 German office buildings from the ProKlimA-Survey.

The analysis of the interviews shows that occupants in naturally ventilated office buildings are significantly more often satisfied with their thermal environment than occupants in air-conditioned buildings. Several non-thermal parameters influence thermal comfort. The impact of the non-thermal variables depends on the type of ventilation and the perception of the indoor environment temperature (hot or cool).

In the literature it is mentioned that occupants in naturally ventilated offices accept a wider range of indoor temperatures than occupants in air-conditioned offices. The bandwidths of temperature found in the present work are the same for both types of ventilation.

Relevant literature comprises four major approaches. On the one hand there is the PMV-Model by Fanger and its modification by Mayer. On the other hand there are two adaptive approaches: a Dutch guideline and the ASHRAE approach. Both adaptive approaches determine the indoor comfort temperature dependent on a mean outdoor temperature. The suitability of the four approaches for assessing and predicting thermal comfort in naturally ventilated and airconditioned offices was investigated. The closest agreement between predictions and interviews for air-conditioned offices is achieved by Mayer’s modification of the PMV-Model. For naturally ventilated offices the ASHRAE approach shows the best match.

So far Fanger's PMV-Model is the standardized method to assess thermal comfort in Germany and Europe. The results demonstrate that new guidelines for assessing and planning of thermal comfort in office buildings are required for both natural ventilation and air-conditioning.
Veröffentlichung:
Universitätsbibliothek der Technischen Universität München
WWW:
https://mediatum.ub.tum.de/?id=601018
Eingereicht am:
10.10.2005
Mündliche Prüfung:
02.11.2005
Dateigröße:
2453582 bytes
Seiten:
182
Urn (Zitierfähige URL):
https://nbn-resolving.de/urn/resolver.pl?urn:nbn:de:bvb:91-diss20051126-1648073927
Letzte Änderung:
23.05.2007
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