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Originaltitel:
Radiologische Veränderungen der Hand bei Sportkletterern 
Originaluntertitel:
eine prospektive Studie an Athleten des deutschen Nationalkaders und Freizeit-Kletterern; 11 Jahres Follow-Up 
Übersetzter Titel:
Long-term Radiographic Adaptations to the Stress of High-Level and recreational Rock Climbing in young Athletes 
Übersetzter Untertitel:
A- 11 year longitudinal study following training regime and climbing Intensity of the German Junior National team and a group of recreational climbers 
Jahr:
2017 
Dokumenttyp:
Dissertation 
Institution:
Fakultät für Medizin 
Betreuer:
Hinterwimmer, Stefan (Prof. Dr.) 
Gutachter:
Hinterwimmer, Stefan (Prof. Dr.); Imhoff, Andreas (Prof. Dr.) 
Sprache:
de 
Fachgebiet:
MED Medizin 
Stichworte:
Sportklettern, Kletterer, Fingertraining, Arthrose der Fingergelenke 
Übersetzte Stichworte:
sportclimbing, climber, finger training, arthritis of the finger joints 
TU-Systematik:
MED 670d; MED 550d 
Kurzfassung:
Hintergrund: Dass Spitzensport und Klettersport Hand in Hand mit frühzeitigen Fingergelenksveränderungen und Arthrose einhergehen, ist ein durch die Literatur belegter Zusammenhang. Wenig bis keine Informationen gibt es jedoch über Riskofaktoren im Klettersport, die degenerative Veränderungen der Hand begünstigen. In dieser Studie wurden Freizeitkletterer und Kletterer des deutschen Nationalkaderer über mehr als 11 Jahre begleitet, deren Trainingsmethodik, körperspezifische Parameter und Kletterleistungen dokumentiert und radiologische Veränderungen bis hin zu frühen Zeichen der Arthrose untersucht. Methodik: 19 Kletterer des deutschen Nationalkaders (GJNT Kohorte) and 18 Freizeitkletterer (RC Kohorte) wurden 1999 und 2011 nach durchschnittlich 11,2 Jahren klinisch und radiologisch untersucht. Es erfolgte die standardisierte Erhebung aller körperspezifischen Parameter, eine Befragung zu erbrachten Kletterleistung und Trainingsmethodik, eine klinische Untersuchung der Hand und eine radiologische Diagnostik der rechten Hand. Die radiologische Auswertung erfolgte nach unserem publizierten Standarprotokoll für radiologische Stresszeichen, dem Barnett Nordin Index und Arthrosezeichen. Ergebnisse: Die Follow-Up Rate von insgesamt 73,7% verteilte sich homogen auf die beiden Studienkohorten (GJNT Kohorte 75% und RC Kohorte 72,2%). Die Auswertung der biometrischen Daten der Hand zeigte eine signifikante Zunahme (p < 0,001) der Breite des PIP Dig. IV Gelenkes in beiden Studienkohorten mit einer Zunahme von 0,9 +/-0,8 mm in der RC und 1,5+/-1,0 mm in der GJNT Kohorte mit dem Ergebnis eines signifikant (p = 0,054) breiteren PIP Dig. IV Gelenkes und einem signifikant (p = 0,022) größerem Finger-Index des Ringfingers in der GJNT Kohorte. Der Barnett-Nordin Index zeigte in beiden Studienkohorten 1999 und zum Zeitpunkt der Nachuntersuchung keinen signifikanten Unterschied zwischen den Studienkohorten bei einer durchschnittlichen Zunahme von 0,50 (RC: 0,50; GJNT 0,54) auf 0,61 (RC 0,61; GJNT 0,63). Fingerkontrakturen fanden sich in 21% des Probandenkollektives. In 5 von 6 Fällen war der kleine Finger der Hand mit einem Streckdefizit von > 10° betroffen und in 5 (83%) von 6 Fällen waren Probanden der GJNT Kohorte betroffen. Die radiologischen Auswertungen zeigten bei 80% der Kletterer in der GJNT Kohorte und bei 50% der Kletterer der RC Kohorte Stressreaktionen im Sinne einer subchondralen Sklerose. Frühe Arthrosezeichen zeigten nach 11 Jahren 27% der GJNT Probanden und 17% der RC Probanden. Die Korrelationsanalyse (Mann-Whitney-U Rangsummentest) für Trainingsmethodiken und Kletterleistungen für das Auftreten von radiologischen Stresszeichen und Arthrose zeigte einen signifikanten Zusammenhang für die Entwicklung von arthrotischen Veränderungen und der Anzahl der Trainingsjahre (p = 0,024), der Sportkletterleistung (p = 0,030) und der zurückliegenden Trainingsmethodik (Campusboardtraining, p = 0,033). Für das Auftreten von Stressreaktionen 2011 zeigte der Mann-Whitney-U Rangsummentest eine signifikante Korrelation mit der zurückliegenden Trainingsintensität 1999 und dem Körpergewicht 1999. Schlussfolgerung: Nach der Analyse der Traingstechniken und Sporttkletterleistungen unseres Klettererkollektives über mehr als 11 Jahre kann festgehalten werden, dass für das Auftreten einer kletterbedingten Fingergelenksarthrose das Campusboard-Training und ein hoher Schwierigkeitsklettergrad bei hohem Körpergewicht als Risikofaktoren anzusehen sind. Gut konnte dabei gezeigt werden, dass der Breitensport (RC Kohorte) nur in deutlich reduzierter Form von einem frühzeitigen Gelenksverschleiß betroffen ist. 
Übersetzte Kurzfassung:
Background: In the past few years, competition climbing has grown in popularity and younger people are being drawn to the sport. Hypothesis: While the radiographic changes in long-term climbers are known, there is little data available on young climbers. The question arises as to whether climbing at high levels at a young age leads to radiographic changes and possibly an early onset of osteoarthritis of the finger joints. Methods: 19 members of the German Junior National Team (GJNT) and 18 recre...    »
 
Mündliche Prüfung:
28.09.2017 
Dateigröße:
3293920 bytes 
Seiten:
64 
Letzte Änderung:
05.02.2018